Riester Bausparvertrag

Riester Bausparen ist beliebt und so haben alle Bausparkassen entsprechende Verträge im Programm. Doch wie funktioniert so ein Bausparvertrag eigentlich?

Zunächst einmal funktioniert Riester Bausparen genau so wie ein klassischer Bausparvertrag: Über eine bestimmten Zeitraum wird beim Riester Bausparen regelmäßig gespart. Im Unterschied zu einem konventionellen Bausparvertrag werden die Abschlusskosten nicht sofort ins Soll gestellt, sondern über die ersten fünf Vertragsjahre verteilt. Damit soll das Riester Bausparen anderen Riester Produkten gleichgestellt werden. Abhängig vom gewählten Tarif und den Konditionen der Bausparkasse wird ein prozentualer Anteil der Bausparsumme angespart. Dieser Anteil liegt in der Regel zwischen 30 und 50 Prozent. Der andere Teil wird später als günstiges Darlehen gewährt.

In der staatlichen Förderung zeigt sich der Vorteil des Riester Bausparvertrages gegenüber einem herkömmlichen Vertrag: Die staatlichen Zulagen fließen in das Kapital mit ein und erhöhen so die jährliche Einzahlungssumme. Voraussetzung ist, der Kunde zahlt mindestens vier Prozent seines Vorjahreseinkommens in den Vertrag ein.

Auch bei der Tilgung kommt das Riester Bausparen deutliche besser weg, denn die Zulagen werden zur zusätzlichen Darlehensrückführung verwendet. Das heißt, wenn alles wie geplant verläuft, ist der Riester Sparer schneller schuldenfrei.

Bei Abschluss des Riester Bausparvertrages sollte die Bausparsumme sehr sorgfältig gewählt werden. Mit einer realistischen Kalkulation sollte errechnet werden, welcher Betrag in einem Zeitraum von ca. sieben Jahren angespart werden kann. Ganz klar: Hier stehen die Bedürfnisse des Kunden und nicht die Abschlusszahlen des Beraters im Vordergrund!

Stiftung Warentest bewertet in einem Test Ende 2012 vor allem die folgenden Bausparkassen und Tarife sehr gut beziehungsweise gut:

Bausparkasse Tarif
WüstenrotRB/FX
AachenerG
Alte Leipzigereasy finanz Riester
Schwäbisch HallFuchs WohnRente

Sparer, die bereits einen Riester Bausparvertrag abgeschlossen haben und im Nachhinein einen besser passenden Anbieter gefunden haben, sollten dennoch nicht wechseln. Die Abschlussgebühr wäre in jedem Fall verloren und auch die bisher beim alten Anbieter erreichte Bewertungszahl wäre nichtig. Vielmehr sollte ein Sparer prüfen, ob sich seine Bedürfnisse oder seine Lebensplanung im Laufe der Zeit geändert haben und dann gegebenenfalls den bestehenden Vertrag an die neue Situation anpassen. Wer sein Darlehen schneller beanspruchen möchte, kann beispielsweise durch eine Sonderzahlung die Vertragszuteilung beschleunigen. Von einem Wechsel wird in der Regel eher abgeraten.

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